Ambitionierte EU-Klimapolitik als Antwort auf Trump

Pressemitteilung vom 2.06.2017

US-Präsident kündigt Pariser Abkommen auf

„Politisch hat sich das Klima zwischen der EU und den USA bereits deutlich verschlechtert, nun macht US-Präsident Donald Trump auch noch deutlich, wie wenig er vom Klimaschutz hält“, kritisiert Eugen Freund, außenpolitischer Sprecher der SPÖ-EU-Abgeordneten. „Nach seinem fragwürdigen Auftritt am G7-Gipfel vor einigen Tagen zieht er nun eine weitere Reißleine und kündigt an, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten. Damit macht Trump klar, dass Europa mit dem unberechenbaren Präsidenten auch in einer so bedeutenden Frage wie dem Kampf gegen die Erderwärmung nicht mehr rechnen kann. Die Antwort der Mitgliedstaaten auf diese Kurzsichtigkeit muss ein erneuertes Bekenntnis zu den Pariser Klimazielen sein. Die EU muss in diesem Bereich mit mehr Führungskraft vorangehen. Auch wenn Trumps Präsidentschaft zu Ende geht, bevor die USA 2020 tatsächlich aus dem Klimaschutz-Abkommen aussteigen“, sagt Freund heute, Freitag.

„Wie leichtfertig Donald Trump das mühsam errungene Pariser Klimaabkommen aufs Spiel setzt, ist mehr als erschreckend. Aber so bedauerlich es ist, wenn die USA als einer der größten Klimasünder der Welt nun aus dem Abkommen austreten, bedeutet es für Europa nicht, gemeinsam mit Trump die Titanic zu besteigen. Im Gegensatz zum amerikanischen Präsidenten sehen etwa die ÖsterreicherInnen mehrheitlich den Klimawandel als akute Gefahr. Wenn wir wollen, dass unsere Kinder auf einem gesunden Planet leben können, müssen die EU-Mitgliedstaaten mit einer ambitionierten Klimapolitik auf die Überholspur, um die historische Verpflichtung, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, auch einzuhalten“, so Karin Kadenbach, Umweltsprecherin der SPÖ-EU-Abgeordneten.

Rückfragehinweis: Katharina Steinwendtner, Pressereferentin der SPÖ-Europaabgeordneten, Tel. +32 485 26 95 32, E-Mail:
katharina.steinwendtner@europarl.europa.eu

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