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Ab sofort im Buchhandel: „Bleib schön sitzen!“ (Verlag Wieser)

Was haben Friedensreich Hundertwasser, Cy Twombly, Gerd Bacher, The Pink Floyd, Kurt Waldheim, Bruno Kreisky und Ted Koppel gemeinsam? Sie alle und noch viel mehr spielen eine prominente Rolle in diesem Buch, in dem der Autor die „ersten siebzig Jahre“ seine Lebens Revue passieren lässt. Doch auch viele der Allgemeinheit Unbekannte prägten vor allem die Kinder- und Jugendjahre Eugen Freunds: die fleissige, aber strenge Schulwartin, der oft betrunkene Gemeindearbeiter, viele Patienten, die sein Vater, der Landarzt, versorgte, einzelne Sommergäste am Klopeiner See.  Und auch Fahrzeuge kommen nicht zu kurz in erster Linie ein Chevrolet Impala Super Sport Convertible, Baujahr 1967, der den Teenager zum „King of Klopeiner See“ machte.  

Aufgewachsen am Klopeiner See in den 1950er und 1960er Jahren, war Eugen Freund später ein Vierteljahrhundert lang eines der bekanntesten TV-Gesichter des Landes. Der Autor erinnert sich an seine Kindheit und Jugendjahre am Land,  wo Hühner mit abgeschnittenen Kopf noch eine letzte Runde machten und wo er als Vierjähriger eine unvergessliche Begegnung mit dem Maler Hundertwasser hatte.  Sein Vater, der Landarzt, besuchte mit Prinzessin Marie Cecile von Preußen eine Disco, bei winterlichen Visiten ließ er seinen Sohn frierend im Auto zurück…Schon als 20-jähriger korrespondierte Eugen Freund mit Gerd Bacher, 1972 schrieb er dem Unterrichtsminister, er solle sich mehr um die Schulen und weniger um Karl Schranz sorgen.
Freund beschreibt auch jene Aspekte seiner Familie, über die nie gesprochen wurde: sein jüdischer Großvater, der sieben Jahre als U-Boot überlebte. Der andere deutsche Großvater unterstützte die Nazis, seine Tochter begegnet am Ende des 2. Weltkriegs in Wien einen Medizinstudenten, dem als „Mischling die Bestallung zum Arzt“ verwehrt wird. Sie gründen eine Familie und ziehen nach St. Kanzian in Kärnten. Eugen Freunds Erinnerungen schließen auch die Höhepunkte seines beruflichen Werdegangs mit ein: vom „Kärntner Ortstafelkrieg“ 1972 bis zum echten Krieg im ehemaligen Jugoslawien, vom Fall der Berliner Mauer bis zu seinen mehrjährigen Aufenthalten in den USA.  Eine historische Zeitreise mit vielen überraschenden Erkenntnissen.   

Mein jüdischer Großvater (li), sein Sohn Edi in Wehrmachtsuniform 

Mein 88-jähriger deutscher Großvater zeigt sich erstaunt über die Wolkenkratzer in New York

Meine Mutter beim verhassten Bergsteigen 

Der damalige CBS-Anchorman Dan Rather nach einem Interview

Er machte mich zum „King of Klopeiner See“: unser Chevrolet Impala

Als Reporter beim Fall der Berliner Mauer, November 1989

Die zweisprachigen Ortstafeln werden 1972 in Südkärnten abmontiert

Leseprobe: „Der Tod des Landeshauptmanns“

Jasmin Köpperl griff nach der Zuckerdose. Es war bereits ihr dritter kleiner Brauner, diesmal hatte sie noch extra ein Kännchen Milchschaum dazu bestellt. Sie legte die drei Seiten, die sie gerade gelesen hatte, auf den Tisch und dachte nach. Ihr Blick schweifte hinaus auf die Bahnhofstraße. Ein älterer Herr, der einen Trachtenhut trug, in dessen grünem Band eine Fasanfeder steckte, ging direkt am Caféhaus- Fenster vorbei, aber sie nahm ihn nicht wahr, sie fokussierte auf nichts. Zweimal hatte sie den Text durchgelesen, aber sie konnte sich keinen Reim darauf machen. Sie, die immer so gut organisiert war, die ihre Storys stets im Kopf formuliert hatte, bevor sie sie auf Papier oder später in den Computer schrieb, war am Ende. Nicht einmal einen einfachen Text zu analysieren war sie in der Lage. Zu viel war in den letzten Tagen über sie hereingebrochen.

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„Zib1“-Moderator Eugen Freund legt ein mutiges Krimidebüt vor, in dem Jörg Haiders tödlicher Verkehrsunfall zum Ausgangspunkt für ein raffiniertes Intrigen- und Spionage­geflecht wird.

Angelika Hager über „Der Tod des Landeshauptmanns“

Mehr unter: http://www.profil.at/articles/1340/560/367372/eugen-freunds-krimi-tod-landeshauptmanns

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