EU-Parlament macht Weg frei für saubere Energie

Verpflichtende Ziele und Nachhaltigkeitskriterien für Erneuerbare Energien und Energieeffienz

„Wie groß der Handlungsbedarf für saubere Energie aus Europa ist, liegt auf der Hand: Pro Tag zahlt Europa eine Milliarde für Gasimporte, denn Europa muss über die Hälfte seines Energiebedarfs importieren. Drei von vier Gebäuden in der EU sind energie-ineffizient und verschlingen Unsummen an Heizkosten. Gleichzeitig hat jeder Vierte zu wenig Geld, um ausreichend zu heizen. Es ist klar, dass wir dringend verpflichtende Ziele für eine ambitionierte EU-Energiepolitik brauchen“,

so Eugen Freund, energiepolitischer Sprecher der SPÖ-EU-Abgeordneten nach der Abstimmung über das große Energiepaket in Straßburg und ergänzt: „Der Anteil an erneuerbaren Energien wurde auf 35 Prozent festgeschrieben. Das europaweite Energieeffizienzziel wurde verpflichtend auf 35 Prozent bis 2030 festgelegt. Das vom EU-Parlament festgesetzte höhere Energieeffizienzziel wird die Stromrechnung für Europas KonsumentInnen langfristig senken.“

„Es ist ein großer Erfolg der sozialdemokratischen Fraktion, dass wir im EU-Parlament den Kommissionsvorschlag noch verbessern konnten. Wir fordern eine ehrgeizige Energiepolitik, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen steht und einer Verwässerung durch Ausnahmeregelungen den Riegel vorschiebt. Mit dieser Abstimmung macht das Europaparlament den Weg frei für saubere Energie. Das ist ein wichtiger Schritt hin zur Europäischen Energieunion, denn es geht hier um die Glaubwürdigkeit der EU“, sagt Freund.

„Auch beim Biokraftstoff mussten wir Abgeordneten dringend nachschärfen. Erneuerbare Energien zu fördern kann nicht heißen, dass Lebensmittel oder Bodenressourcen verschwendet werden. Erst Teller, dann Trog und zuletzt erst Tank muss auch in Zukunft gelten. Gerade das umweltschädliche Palmöl landet oft als Biotreibstoff im Tank. AutofahrerInnen verbrauchen so am meisten Palmöl in der EU“, so Karin Kadenbach, umweltpolitische Sprecherin der SPÖ-EU-Abgeordneten und ergänzt: „Wenn Biokraftstoff auf Kosten von Lebensmitteln erzeugt wird oder gar zur Abholzung von Bäumen führt, läuft es gewaltig falsch. Finanzielle Anreize darf es dafür nicht geben. Umso wichtiger ist es, dass wir heute für ein Aus von Palmöl als Biosprit gestimmt haben. Dass das Verbrennen von Bäumen und Baumstämmen gestoppt wird, haben leider Konservative und Liberale verhindert. Das Verheizen unserer Wälder kann allerdings nicht unter erneuerbarer Energie laufen.

Pressemitteilung vom 17.01.2017

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